Ich brauchte lange um mich für eine Rassekatze zu entscheiden. Da ich schon 2 Hauskatzen hatte, meinte ich auch 3 Katzen sind zu viel. Frei nach dem Motto, " zwei Katzen sind gerade noch normal, drei sind schon asozial"
Heilige Birmas kannte ich nur aus Büchern. Jedes Katzenbuch war nur ein gutes Buch, wenn auch Birmas abgebildet waren. Als ich dann im Jahr 2000 von einer Katzenausstellung bei München hörte, wollte ich unbedingt einmal eine Birma "in natura" sehen. Als ich dann an einem Samstag ca. 100km zur Ausstellung fuhr (ich wusste eigentlich nur von einem Kollegen, dass eine Ausstellung sein soll) waren keine Heiligen Birmas da.
Diese Rasse wurde am Sonntag gerichtet. Meine Enttäuschung war riesengroß. Also fuhr ich am Sonntag noch mal los. Diesmal haben mich meine Bekannten für verrückt erklärt, dass ich wegen einer Ausstellung gleich 2 mal so weit fahre. Aber es hat sich gelohnt. Ich hatte meine erste Heilige Birma auf dem Arm. Ich war begeistert. Die nette, freundliche Züchterin, Gabriela Kamber, die mich die Katze auf den Arm nehmen ließ, kam aus der Schweiz. Von da an ließ mich der Gedanke an diese wunderschönen Katzen nicht mehr los. Ich wollte unbedingt eine. Im darauf folgenden Email- Austausch mit der Züchterin, wurde mir bewusst, dass ich meinen beiden älteren Katzen nicht so ein kleines, verspieltes Kätzchen vor die Nase setzen konnte. Es mussten 2 sein. 4 Katzen! Mich halten ja alle für verrückt, und auch noch aus der Schweiz, war mein erster Gedanke. 
2001 war ich dann so weit; dem Scharm einer Heiligen Birma kann sich niemand, vorausgesetzt er mag Katzen, entziehen.
Mir war egal, was meine Umwelt von mir hielt. 2 Kätzchen sollten bei mir ein zu Hause bekommen. Die Suche im Internet begann, wo gibt es überall Birmas, welche Farben gefallen mir am besten, auf welche Fehler soll man achten. Alles sehr theoretisch.
Die Farben nach Bildern zu beurteilen war damals schon ein großer Blödsinn. Die Farben erscheinen, je nach Lichteinfall, auf Fotos komplett anders. Da Birmas ja Maskenkatzen sind, bildet sich auch die Maske erst nach und nach aus und wird dunkler. Man muss schon einige Erfahrung haben, um auf Fotos die Farben zu erkennen. 
Nach vielen Stunden im Internet wollte ich unbedingt eine lilac-point Birma. Die Abzeichen sollen bei einer lilac-point ein gletschergrau mit leichtem rosa Schimmer haben und die Körperfarbe wird als ein magnolienfarbig, gebrochenes Weiß beschrieben. Der Nasenspiegel und die Fußballen sind lavendelrosa.
Hörte sich ja außergewöhnlich an. 
Und wie sollte nun die andere Katze aussehen? Nein, einen Kater wollte ich auf keinen Fall. Es müssten 2 Katzen sein.
Nachdem meine Schwester von seal-point so begeistert war, dachte ich mir, na gut eine seal-point Birma. Vielleicht meckert sie dann nicht so viel über meine "vielen" Katzen.
Im Mai 2001 fuhr ich dann doch in die Schweiz, zur Züchterin Fr. Kamber. "Wie kann man denn in die Schweiz wegen Katzen fahren???". Komplettes Unverständnis in meinem Umkreis.
Aber ich fuhr! Ganz alleine! Und was war das Ende vom Lied? Ich kaufte einen blue-point Kater und eine seal-point Katze. Mein Jo-Jo, den ich liebevoll Cesare nenne, hat sich in mein Herz eingeschlichen und war nicht mehr daraus zu entfernen.
Frau Kamber mit Isis und Jo-Jo
Nach einem Monat brachte Frau Kamber meine Kätzchen. Cesare und Isis-Jane zogen bei mir ein.
Cilly Cleo
Meine Hauskatzen Cilly, eine Straßenkatze aus Fuerteventura und Cleopatra, ein Perser- Kartäuser- Mix, waren von dem Katzenzuwachs erst wenig begeistert.
Vier Wochen war ich der Verzweiflung nahe. Cleo hatte einen nervlichen Schock, da Cesare sie so toll fand und immer hinter ihr herspazierte um mit ihr schmusen zu können. 
Aber ein Birmakater gibt nicht auf!
Nach 6 Wochen und vielen Ohrfeigen von Cleo lagen sie gemeinsam am Fensterbrett. 
Und Cilly, eine echte Alphakatze, kam nur noch nach Mitternacht nach Hause. Da half kein Rufen mehr, früher war sie spätestens gegen 21.00 Uhr zu Hause. Ich dachte schon, sie packt ihre Sachen und zieht aus. Es war auch eine große Umstellung für sie. Früher konnte sie durch die Katzenklappe ein und aus. Und auf einmal, musste wohl mit den "Mistviechern" zu tun haben, war die Klappe nur noch zum Reinkommen. Sie war darauf angewiesen, dass ich sie rausließ. 
Meine Birmas sollten nicht draußen umher stromern. Ich hatte viel zu viel Angst, dass irgendetwas passieren könnte. 
Cilly zog nicht aus, aber sie brauchte ein knappes Jahr bis sie wieder die ersten lebenden Mäuse ins Schlafzimmer brachte und mir damit verzieh. 
Überall kann man lesen, Birmas machen süchtig und das stimmt wirklich. Wenn diese Plüschkatzen mit ihren blauen Augen mich ansehen, lasse ich ihnen alles durchgehen. 
Im Jahr darauf habe ich dann endlich meine Katze in meiner Lieblingsfarbe, lilac- point, Kyrin, bekommen. Und alle 4 (die Birmis und Cleo) wurden ein richtiges Team.