Als ich früher Katzenausstellungen besuchte, meinte ich immer, ich könnte meine Katzen auch ausstellen, da sie ja viel schöner sind als die gezeigten. Wenn Sie auch dieser Ansicht sind, tun Sie es! Man sieht so selten viele Hauskatzen auf einer Ausstellung. Ferner ist es nun mal Geschmacksache, welche Katzenrasse gefällt.
Ich meinte früher, die armen Katzen müssen eingesperrt in so einem kleinen Käfig sitzen, aber es machte meinen bisher wenig aus. Wir waren zwar alle nach jeder Ausstellung erledigt und müde, aber meine Katzen haben die Anstrengungen der Ausstellungen immer schneller verkraftet als ich. Na sie müssen auch nicht mit dem Auto fahren und können toll schlafen. Wenn ich Mitten in der Nacht aufstehe und mich ins Auto setze, beneide ich sie schon. Manchmal denke ich mir, warum gehe ich eigentlich, besonders, wenn der Wecker gegen ½ 3 klingelt. 
Doch wo findet man so viele Leute, deren Hobby Katzen sind? Wo kann man denn über dieses Hobby so lange miteinander sprechen, ohne die Gesprächspartner zu langweilen? Natürlich auf Ausstellungen! 
Über den Rassestandard der Birmas erfuhr ich am meisten, als meine Katzen von den Richtern beurteilt wurden.

Eigentlich wollte ich ursprünglich gar nicht zu Ausstellungen, aber wenn man sich schon "Ausstellungskatzen" kauft, meinte ich, eine oder evtl. zwei sollte man schon besuchen und mal sehen, wie das so ist.
Meine erste Ausstellung, an der ich mit Cesare und Isis-Jane teilnahm, war am 19. und 20. Januar 2002 in Salzburg/ Österreich. Gott sei Dank hat mich eine Freundin begleitet, die mit Ausstellungen Erfahrung hatte.
Alleine wäre ich sehr verloren gewesen. So eine Ausstellung ist schon verwirrend, wenn man das erste Mal als Aussteller teilnimmt.

Im Vorfeld sollte man sich schon mal um die Käfigausstattung kümmern. Bei den meisten Ausstellungen, die ich besuchte, gab es zwar diese Ausstattung auch vor Ort zu kaufen, aber man sollte sich nicht unbedingt darauf verlassen, bzw. sich vorher beim veranstaltenden Verein erkundigen.

Eine Ausstellung kommt fast einem Umzug gleich. Man braucht schon einiges an Zubehör, dass die "Kleinen" es auch gemütlich haben und der Käfig für die Besucher schön dekoriert ist. Dazu gehören auf alle Fälle Vorhänge, eine Unterlage, kleine Katzentoilette, Schälchen bzw. Schüsselchen für Wasser und Fressen, Spielzeug, eine Abdeckung vor dem Käfig, damit nicht jeder Besucher die Katzen anfassen kann, usw.

Nachdem ich schon wochenlang vorher nervös war und mir Sorgen gemacht habe, wie meine Birmas abschneiden würden. 
Ich redete mir ein, dass es mir egal wäre, wie sie abschneiden würden.

Isis- Jane bei der Richterin Dorte Kaae aus Dänemark in Ebbs
Aber wenn die Katzen dann an der Reihe sind, freut man sich doch über eine exzellente Beurteilung und den entsprechenden Richterbericht. Den Rassestandard zu kennen und zu erfahren was man darunter versteht, war für mich etwas anderes. Wie heilfroh war ich doch, dass meine Birmas für Ausstellungen wirklich geeignet sind.
Isis nominiert
Und wie sehr freut man sich erst über "Best in Varietät" (BIV) oder über eine Nominierung für "Best in Show" (BIS). Beide Katzen wurden öfters nominiert, BIS wurden sie jedoch im ersten Jahr nicht. Ich bekam auf meiner ersten Ausstellung so ein eigentümliches "Fieber", dass ich mich noch am Wochenende per Internet für die nächste Ausstellung in Ebbs/Tirol anmeldete. Ich wollte unbedingt, dass meine Beiden den Titel "Champion" bekommen. 
Doch damit war es nicht genug. 
In diesem Jahr besuchte ich 14 Ausstellungen.